06000 Km - Reifenwechsel auf Metzeler Tourance

Jetzt habe ich die 6000 Km voll gemacht und zwischenzeitlich auch die Reifen gewechselt. Die Michelin T 66 X hatten noch ca. 2 mm Restprofil und so habe ich sie nach 5100 Km gegen Metzeler Tourance getauscht. Als erstes möchte ich mich mal zu den allgemeinen Beschwerden wegen der Verwirbelungen äußern. Ich stelle diese zwar auch fest aber bei weitem empfinde ich sie als nicht so Störend wie andere. Ich fahre mit der Scheibe in der steilsten Stellung und mit einem BMW Systemhelm 3. Nachdem ich bisher noch nicht auf der Autobahn war habe ich mal einen Test unternommen. Auf der Autobahn wird es ab 180 Km/h recht laut und die Verwirbelungen nehmen zu. Was mich aber eigentlich nicht stört, da ich normalerweise nicht auf der Autobahn fahre und wenn doch einmal dann nur auf dem Weg in den Urlaub. Bei diesen Fahrten beschränke ich mich dann auf 150-160Km/h. Ansonsten bekomme ich auch ärger mit meiner Sozia. Winking Der Test des Touratech-Spoilers brauchte auch keine sonderliche Änderung der Luftverwirbelungen.

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Kommen wir zur zweiten Neuerung, die Reifen. Nach nun 1000 km mit den Metzeler Tourance kann ich diesen Reifen uneingeschränkt empfehlen. Von den 1000 Km bin ich ca. 500 zu Zweit gefahren. Selbst dabei verhält sich der Reifen nahezu perfekt. Immer Spurtreu und gut berechenbar. Das Einlenkverhalten ist am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig. Im Vergleich zum Michelin kommt einem der Reifen beim einlenken erst ein wenig Störrisch vor das ändert sich aber sobald das Motorrad sich leicht in die Kurve gelegt hat, dann kommt es einem vor als ob es in die Kurve zeihen würde. Entweder hat sich das in der Zwischenzeit gelegt oder ich habe mich daran gewöhnt, denn das hineinkippen in die Kurve ist nach meinem Gefühl verschwunden. Wie auf dem Bild zu sehen habe ich die Reifen auch mal auf unbefestigten Wegen getestet. Im Vergleich zum Michelin fährt er sich um Welten besser, das Motorrad bleibt in der Spur und rutscht nicht mehr auf dem Schotter seitlich weg, die Traktion und das Bremsverhalten ist auch wesentlich besser. Das Kurvenverhalten ist mit den Tourance gut berechenbar auch wenn der Hinterreifen bei forschem Leistungseinsatz mal zu rutschen beginnt, aber nicht so plötzlich wie beim Michelin, sonder sanft und gut kontrollierbar. Falls es noch jemanden außer mir aufgefallen ist, BMW hat im Fahrzeugbrief und damit auch im Fahrzeugschein einen Schreibfehler. Dort steht Metzeler Enduro Tourence, es sollte aber eigentlich Metzeler Tourance sein. Ich habe daraufhin mit einem Mitarbeiter des TÜV Heidenheim; Herrn Saezler, gesprochen und auch eine E-Mail an BMW geschrieben. Herr Saezler meinte es gibt damit keine Probleme, da es sich nur um einen Schreibfehler handelt und die Antwort von BMW lautete:
Sehr geehrter Herr Metzele,
vielen Dank für Ihr E-Mail.
Wir haben Ihren Hinweis nachvollzogen und mussten feststellen, dass bezüglich der Reifeneintragung der BMW R 1150 GS tatsächlich ein Fehler in der ABE vorliegt. Allerdings handelt es sich hierbei ganz offensichtlich lediglich um einen Tippfehler bei der Erstellung der Fahrzeugpapiere, der aus unserer Sicht keine Probleme bei der Fahrzeug-Hauptuntersuchung darstellt. Sollten Sie jedoch eine anderweitige Erfahrung machen möchten wir Sie bitten, sich nochmals an uns zu wenden. Wir hoffen, dass wir Ihnen helfen konnten und wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt.
Mit freundlichen Grüßen BMW Motorrad Direkt
Die E-Mail stammt vom 2.5.2000 also sollte bei neueren Modelle der Fehler behoben sein. 

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Vor zwei Wochen war ich dann noch auf der jährlichen Ausfahrt meines Motorradhändlers. War ganz interessant die GS mal im Vergleich zu einer R850R zu sehen. Der Gruppenanführer fuhr eine und er war auch mit Sozia unterwegs. Jedenfalls habe ich noch nie einen so oft schleifenden Hauptständer gesehen. Was  mir auch beim hinterherfahren aufgefallen ist, ist das der 850 Motor viel mehr gedreht werden muss und dadurch auch wesentlich öfters geschalten. In der Gruppe fuhr dann auch noch eine 850 GS direkt hinter mir aber dieser hatte, obwohl er alleine unterwegs war nie den hauch einer Chance an uns dran zu bleiben. Was aber wohl mehr am Fahrer als am Motorrad gelegen hat, denn wie gesagt vor mir fuhr eine R850R. War aber trotzdem 350 km lang Spaß. Grüße an die Firma Hechler für die gute Wahl der Strecke und die Spitzenmäßige Organisation. Auf die nächsten 7 Ausfahrten.
Anmerkung eines R850R Fahrers zu meiner Einschätzung:

Die Erfahrungen von deinem Ausritt mit deinem Händler (du weißt schon: die Fahrt HINTER einer R850R) kann ich aus meiner Sicht nicht bestätigen. Als R85-Treiber ist mein Hauptständer noch NIE am Boden der Tatsachen gewesen. Trotz knapp 210 Kilo Zuladung. Es liegt eindeutig an der Vorspannung des Federbeins. Bei Solofahrt (=110Kilo ) ist die Vorspannung bei mir auf Stufe 4. Damit ist genügend Bodenfreiheit vorhanden. Etwas ändert sich jedoch im Fahrverhalten dramatisch: Die Fuhre muss nun mit wesentlich mehr Gas ums Eck gezogen werden. Falls nicht, so verhärtet sich die Hinterhand derart stark, das du unweigerlich zum Kurvenäußeren hoppelst.
Nicht das es jetzt heißt ich will die R850R schlecht machen. Wahrscheinlich war also das Federbein nicht korrekt eingestellt und deshalb setzte der Hauptständer dauernd auf. Trotzdem wenn Jens noch mal mit der R850R vor mir herfährt setz ich eine Schweißerbrille auf, wegen dem Funkenflug. Winking
Noch was zu meiner R1150GS. Das Getriebe schaltet sich immer besser und Öl habe ich bisher erst einmal nachgefüllt.